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Blind führen

Blind führen

Ein Partnerspiel, bei dem es um Vertrauen und ungewöhnliche Empfindungen geht.

Anleitung:
Eine Spielerin verbindet sich die Augen und lässt sich von ihrer Partnerin durch das Gelände führen. Die Führende nimmt dazu ihre Partnerin entweder an der Hand, am Arm oder hängt sich ein. Auf jeden Fall muss ein guter Kontakt zwischen den beiden Partnerinnen hergestellt werden. Es soll nicht gesprochen werden. Die Führende hat die Aufgabe, ihre Partnerin behutsam zu leiten, die Geführte muss sich führen lassen.
Das erfordert eine gewisse Portion Vertrauen!
Durch das Verbinden der Augen wird die Aufmerksamkeit auf die Geräusche und Empfindungen in und mit der Natur gerichtet.
Nach einigen Minuten werden die Rollen getauscht. Anschließend empfiehlt sich eine kurze Reflexion in der Runde: Wie war es geführt zu werden? Wie war es zu führen? Empfindungen, Gefühle, ...

Eine Variante für Fortgeschrittene ist es, gemeinsam zu laufen (s. Foto) - zum Beispiel über eine ebene Wiese, die keine Hindernisse in sich birgt. Der Versuch lohnt sich!

Laufen über die Wiese

Die Schritte, die man blind, aber mit Sicherheit der Gruppe auf Moos, Sand, Erde, Gras,... setzt, werden mit ungewohnter Intensität erlebt. Kleine Erhebungen des Geländes werden zu Hügeln, die zurück gelegte Strecke wird wesentlich länger eingeschätzt als sie tatsächlich ist, die Geräusche der eigenen Schritte werden in all ihren Schattierungen erlebt. Und dies alles umso intensiver, je ruhiger die Gruppe ist. Es lohnt sich, diese Erfahrungen und Empfindungen auch unmittelbar danach in der Gruppe auszutauschen.

Gelände:
Jedes sichere Gelände.

Materialien:
Tücher oder Augenbinden

Didaktische Überlegungen:
Wichtig ist, dass Vertrauen hier eine große Rolle spielt. Es empfiehlt sich daher die Partnerwahl den Kindern und Jugendlichen zu überlassen. Manchen fällt es anfangs auch mit der besten Freundin nicht leicht, sich darauf einzulassen. Sie müssen als LehrerIn bei dieser Übung strikt darauf achten, dass niemand boshaft oder aggressiv agiert.