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Blinde Raupe

Blinde Raupe

Die Blinde Raupe macht Spaß und verspricht überraschende Empfindungen.

Anleitung:
Die Personen stellen sich hintereinander auf, sodass sie ihre Hände auf die Schulter ihres Vordermannes/ihrer Vorderfrau legen können. Dann verbinden sie sich die Augen und legen ihre Hände auf die vor ihnen befindlichen Schultern. Nun kann die Blinde Raupe ihren Weg beginnen: Der - natürlich sehende - Kopf der Raupe geht gemächlich und achtet darauf, einen Weg ohne Tücken zu finden. Die "Glieder" der Raupe schweigen und passen sich der Bewegung an, die vom Vordermann/von der Vorderfrau ausgeht. Wenn diese/r sich bückt, bücken sie sich auch, wenn diese/r einen großen Schritt macht, machen sie dies auch usw.
Wenn es das Gelände erlaubt (keine Dornen, kein zu spitzer Kies, keine Scherben o.ä.) ist es spannend barfuß zu gehen.

Die Schritte, die man blind, aber mit Sicherheit der Gruppe auf Moos, Sand, Erde, Gras,... setzt, werden mit ungewohnter Intensität erlebt. Kleine Erhebungen des Geländes werden zu Hügeln, die zurück gelegte Strecke wird wesentlich länger eingeschätzt als sie tatsächlich ist, die Geräusche der eigenen Schritte werden in all ihren Schattierungen erlebt. Und dies alles umso intensiver, je ruhiger die Raupe ist. Es lohnt sich, diese Erfahrungen und Empfindungen auch unmittelbar danach in der Gruppe auszutauschen.

Gelände:
Jedes sichere Gelände.

Materialien:
Tücher oder Augenbinden

Didaktische Überlegungen:
Mit einer großen Schulklasse ist es sinnvoll, die Übung in zwei Gruppen durchzuführen. Wir die Raupe länger als 15 Personen, besteht die Gefahr, dass sie "abreisst" und dass die am Ende der Raupe Gehenden die Informationen wie Bücken etc. nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt erhalten.
Wenn SchülerInnen den "Kopf" der Raupe übernehmen, sollte man sie kurz instruieren, worauf zu achten ist: Als "Kopf" der Raupe muss man langsam gehen und immer wieder auch einen Blick nach hinten werfen. Man muss darauf achten, dass größere "Raupenglieder" sich nicht den Kopf an Ästen oder dgl. anstoßen (können). Und schließlich gilt es nicht einen besonders spektakulären Weg zu wählen, da bereits kleine Kurven, Abweichungen vom Kiesweg ins Gras, kleine Böschungen o.ä. von den "Raupengliedern" mit geschlossenen Augen als überraschungsreich erlebt werden.